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“Perfect day”

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Es gibt Sie nicht oft im Leben. Leider. Diese perfekten Tage im Leben sind viel zu selten. Aber gestern hatte ich einen und ich werde lange von ihm zehren.
Man könnte sagen, dass das Sahnehäubchen am Abend stattfand. Es war ein gelungener Tag, aber zur späten Stunde habe ich mir selbst einen kleinen Traum erfüllt.

Ich war auf einem Roxette Konzert.
Ja, ich bin ein Kind der 80er und ich bin stolz darauf.
Roxette – ich bin mit Marie und Per groß geworden. Es ist wohl nicht nötig, alle Klassiker von den beiden der 80er aufzuzählen.

Vor zwei Jahren habe ich Roxette zum ersten Mal live für drei oder vier Lieder erleben dürfen. In den alljährlichen Konzerten von Nokia Night of the Proms haben Sie ihr Bühnencomeback gefeiert. Nach langer Krankheit von Marie F. war es ein absolutes “Gänsehaut”-Gefühl Sie live zu sehen und zu hören. Es war zu derzeit der ideale Rahmen für eine Rückkehr ins Popbusiness. Zwei Jahre später, dieses Jahr, waren sie endlich so weit wieder eigene Konzerte zu geben.

Ich bin ein Fan, ich ergreife Partei und kann dabei nicht sachlich bleiben. Es war großartig!!!! Es war emotional!!! Es war ein riesiger Chor an fremden Menschen, die gemeinsam mehr oder minder alle mitsingen konnten.
Ich hätte beinahe geweint, zum einen weil es der perfekte Tag mit der perfekten Musik war, zum anderen weil es so wunderbar war, einen Menschen zu sehen, der sich langsam aber sehr sicher zurück ins Leben und zurück auf die Bühne gekämpft hat.

Und selbst wenn die hohen Töne nicht perfekt getroffen wurden, so war Helena, die Backgroundsängerin, klasse und hat eine ganz eigene Rolle bei Roxette gefunden. Eine Frau mit einer tollen Stimme, mit offensichtlich viel Spaß an der Musik und einem quirligen Auftreten machten Roxette und die Songs komplett.

Aber nicht nur das Publikum konnte sich kaum von Roxette trennen, auch Marie fiel es offensichtlich schwer, sich vom Publikum zu trennen. Es war einfach nur schön!

Es war ein Konzert, dass ich wohl nie vergessen werde.

“Bring back the perfect day” *summ*

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Die Exklusivität von Bobbi

Wenn Ihr glaubt, dass es sich bei der letzten Geschichte um irgendeine lustige Ausnahme handelte, dann frage ich mich, was ich in meinem Leben falsch mache. Denn auch gestern hatte ich ein ähnliches Erlebnis, wo man sich fragt: warum ist der Service in Deutschland so schlecht?
Wundern sich die Verkäufer/Einzelhändler wirklich, dass immer mehr Produkte online gekauft werden?

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die gern in ein Geschäft geht. Ich möchte ein Produkt sehen, bevor ich es kaufe. Wenn es geht, möchte ich es auch gern anfassen. Ich will wissen, was ich kaufe. Und wenn es richtig teuer ist, verlange ich eigentlich auch eine gute Beratung. Man kann jetzt diskutieren, was “richtig teuer” bedeutet. Das ist wohl der Perspektive eines jeden Einzelnen überlassen.

Gestern morgen hatte ich im Halbschlaf eine super Idee, was ich meiner Freundin zum Geburtstag schenken könnte. Es ist ein runder Geburtstag, also dachte ich mir, ein wenig Exklusivität kann nicht schaden, außerdem darf ich sie mit Pflegeprodukten aufziehen. Spaß muss sein. Im Internet habe ich also schnell bei Douglas nachgeguckt und genau das Richtige für meine Freundin gefunden. Es war perfekt! (Und ich finde eher selten perfekte Geschenke.) Diesmal war ich von meiner Idee total überzeugt.

Um den Vorgang zu beschleunigen sprang ich auf. Zog mich schnell an, rannte zur Straßenbahn und fuhr sofort zur nächsten Douglas Filiale, die diese Marke (Bobbi Brown) führen. Jedes mal, wenn ich so eine Parfümerie betrete, denke ich, dass ich vielleicht auch Makeup hätte auftragen sollen. Aber ich habe selten Zeit für diesen Quatsch, besonders dann, wenn ich eine vermeintlich gute Idee habe.

Ich ging zur Kasse und stand vor einer Verkäuferin, die mich ca. 5 Sekunden zu lang hat warten lassen. Es waren schlicht unangemessene Sekunden, wo ich mir vorkam, als würde ich die Damen stören. Als wäre ich jemand, den man ignorieren könnte. Dann würdigte mich die ältere Dame eines Blickes. Darauf fragte ICH SIE (!), ob sie mir eventuell weiterhelfen könnte.
Ich nannte den Markennamen, beschrieb das Produkt (ein Set mit einem Lipgloss, 3 Lidschattenfarben und 2 Lippenfarben), der Name des Produktes lautet “Party to go” und kostet ca. 25€.

Irgendwie kann man sich in etwa denken wie das Gespräch verlief…
Traurig, ich wusste, sofort nachdem ich meinen Wunsch vorgetragen hatte, dass das gesamte Gespräch in die Hose gehen würde. Schon komisch.

Das Gespräch:

Verkäuferin: “Ja, die aktuellen Lidschattenfarben haben wir hier. Aber die gibt es nur einzeln zu kaufen.”
Ich: “Nein, ich wollte ein Set haben, da sind nicht nur Lidschattenfarben enthalten sondern auch ein Lipgloss und Lippenstift.”
Verkäuferin: “Nein, das gibt es nicht.”
Ich: “Doch, ich habe es doch eben im Internet nachgeguckt. Vielleicht haben sie das ja nicht hier vor Ort.”
Verkäuferin: “Ja, dann haben wir das wohl nicht.”

Das wars. Damit stand ich dann dort ziemlich alleine.

Keine weiteren Nachfragen wie:
Sollen wir ihnen das gewünschte Produkt bestellen?
oder
Das tut mir wirklich leid, leider kann ich das auch nicht bestellen.
oder
Vielleicht kann ich ihnen etwas anderes von der oder der Firma anbieten.
NIX!

Ich war wirklich sauer, leider hatte ich mein Handy nicht dabei, sonst hätte ich diese Frau bloßgestellt. Ich wäre dazu in der Lage gewesen… Ich hatte mal wieder den Kaffee auf. Stattdessen bin ich angesäuert in die nächste Douglasfiliale gerannt, wo mir allerdings bewusst war, dass sie dort die Marke nicht führen. Aber das war mir herzlich egal, ich wollte wissen, wie dort die Situation gerettet werden würde.

2. Geschäft

Ich betrete den Laden kurz nach Öffnung und sehe, wie sich die Verkäuferinnen mit den letzten Pinselstrichen fertig stellen. Sie nehmen mich recht schnell wahr und kommen auf mich zu und fragen, ob sie behilflich sein können.
Ja, können sie. Ich trage erneut meinen Wunsch vor. Wie erwartet wurde mir mitgeteilt, dass sie diese Marke nicht führen, die andere Douglasfiliale dies aber täte. Meine kurze Antwort, dass ich dort schon gewesen sei und nicht geneigt sei, jenes Geschäft noch mal zu betreten, führte dazu, dass die Verkäuferin dann meinte, ich solle es doch einfach im Internet bestellen und ich solle kurz warten, sie hätte da noch einen Onlinegutschein.
HOSSA!
So schnell kann man Kunden glücklich machen!
Warum nicht gleich so?
Diese junge Dame gehörte definitiv zu den Verkäuferinnen, die ihren Job richtig gut machen. Ich war besänftigt, bin nach Hause gefahren und habe das Produkt online bestellt. Meine Wut war doch weitestgehend verflogen.

Es gibt Verkäufer, die sind richtig gut, ich könnte da wirklich viele nennen. Besonders in Erinnerung ist mir ein netter Verkäufer geblieben, der bei der “Trendwende” arbeitet. Das Geschäft wurde während unseres Gesprächs geschlossen, aber er hat uns einfach weiter beraten. Man hat ihm angemerkt, dass er zum einen Spaß an seinem Job hat, dass er natürlich auch Geld verdienen muss, dass man dies aber hauptsächlich mit Freundlichkeit schafft. Dieser Mann war großartig. Das Geschäft ist schlicht zu empfehlen. Es ist keine Kette, man wird dort herzlich willkommen geheißen und sehr gut beraten. Natürlich zahl ich dafür auch ein wenig mehr, aber ich muss sagen, die Qualität war perfekt, der Service war überdurchschnittlich gut und mir ist es positiv in Erinnerung geblieben, sodass ich noch mal dort einkaufen würde. Außerdem habe ich das Gschäft schon mehrfach empfohlen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und ich gehe zufrieden und glücklich nach Hause.

Ebenso gab es mal einen Verkäufer im Edeka. Immer wenn ich diesen junge Mann an der Kasse gesehen habe, bin ich dorthin gegangen, weil ich wusste, nach 10 Sekunden, wo er Zeit hat meine Produkte zu scannen und den Betrag zu kassieren, werde ich gute Laune haben. Er hat es geschafft, dass ich gern bezahlt habe und hinterher glücklich den Laden verlassen habe!
Eine ähnliche Verkäuferin kenn ich auch im REWE, die ist so lustig, es macht einfach Spaß bei ihr zu bezahlen.

Leider gibt es von diesen guten Menschen viel zu wenige!
Auch ich bemühe mich, diese Wirkung auf andere zu haben, aber ich glaube, es gehört auch ein gewisses Talent dazu. Aber diese Menschen, die es besitzen und so gut umsetzen, sollten auch gelobt werden. :)

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Identifikation – Artikel ab 18 Jahre

So oder so ähnlich lautet der Text auf Päckchen von Amazon, wenn man einen Artikel* bestellt, der erst ab 18 Jahre ist. Gut, denkt man sich dabei. Mag ja alles noch seine Richtigkeit haben. Es mag auch ok sein, dass man 5€ für diesen Spezialversand zahlen muss (!!!), weil das Päckchen nur an mich persönlich gegen Vorlage meines Ausweises übergeben werden darf.
Ich durfte für den Spaß 30€ bezahlen.

Leider kam der Postbote als ich kurz in der Stadt war. War klar. Meine Gäste durften das Paket leider nicht entgegen nehmen, da die ja nicht meinen Ausweis hatten. (Ja, wir sind alle über 18 und nein, es gibt keine Minderjährigen in diesem Haushalt.) Das soll aber weiterhin verständlich sein. Ich fand einen Zettel im Briefkasten, dass ich das Päckchen unter Vorlage meines Personalausweises in entsprechender Filiale am kommenden Werktag abholen könnte.

Ausweis eingepackt (Päckchen oder Packete gibt es immer nur gegen Vorlage des Ausweises… aber nun gut.) und zur Post gefahren. Ich legte den Zettel samt Ausweis vor und – *piep*
Verkäuferin: “Komisch, wieso funktioniert das nicht.” (Erneuter Scan) “Tja, also das funktoniert nicht, ich kann ihnen leider das Päckchen nicht aushändigen, ich muss das zurückschicken.”
Ungläubiges Staunen meinerseits und diesmal war ich echt wütend. Ich lasse mich viel zu oft in Geschäften fertig machen und frage mich hinterher, warum ich so unsicher bin. Aber diesmal hab ich tief durchgeatmet und gefragt, ob das ein Witz sei. Sie hat den Paketzettel, meinen Ausweis, sie sieht, dass ich über 18 bin (ja, man siehts tatsächlich^^) und das Paket liegt vor ihr, welches ich gern hätte, da es meins ist!
Verkäuferin: “Nein, das darf ich nicht. Hier gucken sie doch auf den Monitor, ich kann das nicht scannen, ich darf ihnen das nicht aushändigen.”
Der Monitor hat mich herzlich wenig interessiert.
Wutentbrannt habe ich mein Handy gezückt, was ich zum Glück dabei hatte und habe Amazon angerufen, um nachzufragen, was dieser *** soll.

Die freundliche Dame an der Hotline war auch ein wenig verwirrt. Ich sagte ihr, dass es sich um ein Produkt ab 18 handle, aber ich doch samt Ausweis in der Post stünde, man mir aber nicht das Paket geben wolle.
Kurzes Nachforschen der Amazonberaterin ergab, dass es korrekt sei…
Amazon sei sehr strikt darauf bedacht, dass diese Produkte nicht in Hände Minderjähriger fallen.

Jetzt frage ich mich:
Wieso bekomme ich das Päckchen nicht, unter Vorlage des Zettels (ohne Beglaubigung, dass es ein anderer abholen darf), mit meinem Personalausweis und meiner persönlichen Anwesenheit in voller Lebensgröße? Wer soll denn bitte sonst das Päckchen abholen, wenn nicht ich unter Vorlage des Ausweises????????

Freundlich erzählte sie dann weiter von wegen Ersatz und bla bla bla…
Wenn ich nächstes Mal auch nicht zu Hause bin, was ja durchaus passieren kann, wenn man berufstätig ist, bekomme ich das Päckchen dann nie???
Vielleicht sollte ich der Hotline noch mal diese Frage stellen.

*Ich könnte jetzt behaupten, dass es sich um einen Porno handelt, um die Story möglichst pikant zu gestalten. Es ist aber kein Porno, sondern eine 2 Staffeln einer Serie, die erst ab 18 ist. Total unspektakulär.

Edit
Es war ein Fehler von Amazon. Der Strichcode war falsch. Jetzt habe ich endlich das Päckchen! Jippi! DHL kam, oh man war der Mann freundlich, sah, übergab, fragte nach dem Ausweis und siegte! Er hat alle Etagen geschafft. :D Der Weg zu mir ist weit… Jeder Paketbote verflucht die oberste Etage. Alle sind immer froh, wenn ich nicht da bin. *g*
Ende gut alles gut. *meine neuen Dexter Staffeln in den Händen halt*

Auch die Douglas-Lieferung ist endlich angekommen!

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Fazit: Zugfahrt

Die erste Hälfte im Ausland war mehr als bescheiden und bedürfte eines ausführlicheren Berichts.

In Duisburg, im schönen Deutschland angekommen, würde es nicht besser. Dem Zug IC 2310 fehlte der Wagen Nr.8.

Eine Schulklasse wurde an einem Bahnsteig zum Ende geschickt, weil sich dort angeblich deren Wagen befand – es war leider das andere Ende.

Und was sind eigentlich Bahn.comfort Sitzplätze?
Diese Plätze sind für Reisende mit einem Comfort-Status reserviert, auf der entsprechenden Bahncard vermerkt! Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies ausser mir niemand in dem Wagen hatte. Deren Glück, dass ich einen Platz bekam. Ansonsten hätte ich mir wohl den Hass des gesamten Wagens auf mich gezogen.

Home sweet home.
Reisen mit Gepäck ist ja so anstrengend.

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Ausstieg

Ich packe meins Sachen zusammen und will aussteigen. Ich stelle meine leere Wasserflasche zum Mülleimer auf den Tisch. Ein skeptischer Blick meiner Sitznachbarin von gegenüber. Ihr Hinweis: “Ihre Wasserflasche”
Ich: Ja, die ist leer.
Sie: Dann bringen Sie Sie doch in den Müll.
Ich: Nehme die Flasche, mache den kleinen Mülleimer am Tisch auf und stecke Sie dort rein.

Soll Sie sich doch jetzt den Inhalt des gesamten Eimers angucken. Denn zu ging er nicht mehr.
Ich gebe zu, ich hatte schlechte Laune nach der Fahrt. Zumal ich leidlich zu ertragen bin, wenn ich krank bin.

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Erneutes Klingeln

Wieder die Frau zwei Reihen hinter mir, nachdem schon drei weitere Telefonate bezüglich Handwerker etc. folgten:
“Und ein online check-in geht nicht?”

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